Bäume und Sträucher schneiden

Als Hobbygärtner verfolgt man oftmals Ziele, die einen Eingriff in das Wachstum von Bäumen und Sträuchern erfordern. Dies kann beispielsweise der Optimierung der Pflanzenform, der Gestaltung der Gartenanlage oder auch der Verbesserung von Wachstum und Ernteerträgen dienen.

Formschnitt von Bäumen und Sträuchern

Eine Pflegeschnitt kann z.B. Bäumen und Sträuchern zum besseren Gedeihen und Krankheitsabwehr verhelfen. Beim Formschnitt geht es dagegen darum, dass Wachstum zu lenken und die Form des Gehölzes zu verändern.

 

Beim Schnitt einer Hecke wird in der Regel das Ziel verfolgt, die grüne Barriere gleichmäßig, dicht und im Rahmen der Gartengestaltung in einer ansprechenden Form wachsen zu lassen. Darüber hinaus nehmen geschnittene Hecken weniger Platz ein als freiwachsende Wildhecken. Generell können beim Heckenschnitt drei Grundformen unterschieden werden: Der Heckenschnitt, bei dem 1.) der Querschnitt der Hecke rechteckig angelegt ist, 2.) bei dem er sich nach oben hin trapezförmig verjüngt oder 3.) bei dem eine abgerundete Krone geformt wird. Der trapezförmige und der eiförmige Schnitt besitzen den Vorteil, dass diese den Einfall des Sonnenlichts erleichtern. Diese beiden Formen bieten sich demnach auch dann an, wenn Hecken unter ungünstigen Lichtbedingungen wachsen.

Beim Formschnitt einer Hecke oder eines Strauchs ist es besonders Wichtig, dass der Schnitt regelmäßig erfolgt und das nicht zu viel abgeschnitten wird. Denn, durch den Schnitt einerseits die Pflanzen geformt und andererseits das Verzweigen und die Blattbildung angeregt und verstärkt. Letzteres sollte allerdings nur in solchen Pflanzenbereichen erfolgen, wo die Zweige noch Blätter tragen. Denn ein Schnitt ins alte Holz, das heißt im inneren Bereich der Pflanze, kann durchaus ein Loch in der grünen Fläche zum Ergebnis haben.

Nutzen von Hilfsmitteln

Gerade bei langen Hecken, aber auch bei einzelnen Sträuchern fällt es oft schwer, diese gleichmäßig zu schneiden. Das einfachste Hilfsmittel, das beim Heckenschnitt verwendet werden kann, ist eine gespannte Schnur. Diese wird so ausgerichtet, dass man sich beim Schneiden an der Schnur orientieren kann. Am besten benutzt man eine Maurerschnur oder ähnliches in auffälliger Farbe, die ein bis zwei Zentimeter innerhalb der Linie, die man schneiden möchte, gespannt wird. Um einen einheitlichen Querschnitt zu erhalten kann zudem aus Latten eine einfache Lehre gebaut werden, die der gewünschten äußeren Form des Heckenquerschnitts entspricht. Indem man diese aufrecht neben die Hecke stellt, kann man immer wieder die Kontur der Hecke prüfen. Beim späteren Nachschneiden ist die Lehre nicht mehr ganz so nützlich, aber sie hilft, eine Hecke in ihre Grundform zu bringen. Wesentlich für einen geraden Heckenschnitt ist zudem die Benutzung des richtigen Werkzeugs, in Form von Gartenscheren, -sägen, Teleskopstangen etc.

Rücksicht auf die Natur nehmen

Nicht nur beim Baumschnitt, sondern auch beim Schnitt von Hecken und Sträuchern muss berücksichtigt werden, dass sich im Garten der Lebensraum zahlreicher Tiere, wie Vögel oder kleine Nager befindet. Dies ist auch der Grund, warum das Bundesnaturschutzgesetz die Rodung und eine starke Beschneidung der Hecken und anderen Gehölzen in der Zeit zwischen dem 1. März und dem 30. September verbietet. Denn in dieser Zeit brüten zahlreiche Vogelarten, die den Schutz der Pflanzen benötigen, sodass lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt sind. Nichtsdestotrotz werden durch den Schnitt Tiere in ihrer Umgebung gestört, die im schlimmsten Fall ihre Brut verlassen, weswegen stets vor der Arbeit ein prüfender Blick zwischen Äste und Laubwerk erfolgen sollte. Befindet sich dort ein Vogelnest, oder sitzen in der Nähe der Hecke auffällig viele Vögel, sollten die Schnittmaßnahmen um einige Wochen verschoben werden.

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